Freebook Täsch´me Bärlin

Nach den letzten Ebooks, die so gut ankamen, von mir möchte ich euch heute von Herzen gerne etwas schenken: Hier kommt mein persönliches Muttertagsgeschenk an Euch: Das Freebook Täsch´me Bärlin! IMG_6572_Fotor Eine Tasche, mit der man sich selbst, oder seine Mutter beschenken kann! Und auch wenn man selbst (noch) keine Mutter ist- so ist man doch auf jeden Fall auch Tochter. Und selbst, wenn man keinen guten Draht zu seiner Mama hat, kann man sich an diesem Tags ich einfach selbst beschenken, finde ich 🙂 Meine Probenähmädels haben jedenfalls auch einige schöne Taschen entstehen lassen, die an ihre Mütter gerichtet sind, ihr könnt sie euch hier heute nun ansehen. In meinem letzten Post schrieb ich ja darüber, dass eine bunte Tasche gegen den langweiligen Einheitsbrei von cremefarbenen Jutebeuteln (die ja sehr in Berlin verbreitet sind) gegenan gehen kann. Heute möchte ich euch noch erzählen, wie mir die Idee zur Täsch´me kam. Ich persönlich liebe es zu nähen. Ich nähe sehr gern für andere, verschenke genähte Sachen. Und ich freue mich über die zufriedenen, glücklichen Gesichter der benähten Freunde, Familie oder auch Kunden. Gerade in letzter Zeit habe ich ja auch wider vermehrt für Kunden genäht- was nicht weniger Spaß bringt, wobei natürlich aber auch immer eine ernsthaftere Sache ist: alles soll perfekt sein, man hofft, dass es dem Wunsch des Kunden genau entspricht. Man nimmt die Sache ernst. Aus dieser Situation heraus dachte ich mir: ich möchte endlich auch mal wieder etwas für jemand nicht ganz unwichtiges Nähen, der auch ein schönes Unikat verdient hat: MICH! Zweiter Gedanke sofort: und DICH! Denn ihr seid es, die mich jeden Tag motivieren: Ihr, die Nähkollegen, Freunde, Unbekannte, Nähanfänger, Profis, Schnittmusterkunden, Ebookfans, Mütter, Omas einfach all die anderen Nähverrückten da draußen. Ihr sollt auch etwas für EUCH nähen können (verschenken der Tasche ist natürlich auch erlaubt ;-)). So entstand die Täsch´me Bärlin! Muttertag- warum eigentlich? Es gibt ja auch viele Gegner, die der Meinung sind, dass man einen solchen Tag nicht braucht, da er doch eh nur von der Geschenkeindustrie erfunden wurde und überhaupt ist man doch nicht nur an diesem einen Tag bedankungswürdig. Ich aber denke: Endlich ein kleiner Gedenktag an all das, was man ohnehin 365 Tage im Jahr tut: Mutter sein. Ich glaube mehr Worte braucht es gar nicht, alle Mütter werden wissen, was damit gemeint ist. Mein Sohn ist noch zu klein, mir etwas materielles zu schenken- doch was er mit seinen 2,5 Jahren schenken kann ist sowieso das kostbarste: ein Lächeln, ein „Mama mit!“, das mir nun sagt, dass ich gerade unabdingbar bin, ein Hundeblick, der einen zum schmelzen bringt, obwohl man doch gerade endlich mal streng sein wollte. Von ihm bekomme ich also Liebe und mir selbst kann ich sie dazu sogar auch noch schenken: Einfach hinsetzten und DIE Traumtasche nähen! Für mich ist meine „Ananastasche“ jedenfalls traumhaft: Robuste, aber weicher Leinen oben, bedruckt mit einer leckeren Frucht, gepaart mit ein wenig Gold-Glamour unten. Gerade schaue ich von meinem PC nach draußen und bin leicht grummelig über die dicken Wolken. Doch, Kopf hoch, sage ich mir. Heute ist das Wetter zwar unschön grau in Berlin, aber das macht mir nichts: Mit meinem wundervollen Sohn an der Hand und meiner Tasche um die Schulter, strahlen wir eh stärker als jeder Sonnenschein. tascheinbaum tasche5 tasche4 tasche3 IMG_6598 ichmittasche Ob draußen oder im Nähzimmer hängend- ich finde meine Tasche immer schick. IMG_6610   IMG_6572

Den Goldstoff gibt es hier. Den Ananasstoff hier.

Hier noch in paar kleine Infos, was ihr im Freebook erwarten könnt: Sie eignet sich als erstes Nähprojekt und richtet sich an alle, die Taschen lieben! Die Tasche ist zweigeteilt und ihr könnt sie in 3 verschiedenen Größen nähen (Groß, Mittel Kindergröße) Ihr lernt, wie ihr Paspelband selbst herstellt und einnäht Mit verschiendenen Tricks wird das schwierige Henkel wenden zum Kinderspiel Ihr lernt, wie ihr die Tasche füttern könnt, damit ihr Innennähte nicht mehr seht, ihr euch eine Wendetasche nähen könnt und sie noch robuster ist Ihr seht wieder viele Designbeispiele für eure Inspiration Wenn ihr Lust habt, könnt ihr euch gleich ans Nähen machen. Ihr seid auch herzlich dazu eingeladen, mir eure Bilder von fertigen Taschen zu schicken- auf meiner Facebookseite wird es ebenfalls eine Galerie eurer Werke geben. Zudem könnt ihr sehr gern der Facebook-Gruppe beitreten, in der ihr euch über die Schnitte informieren, austauschen und fachsimpeln könnt. Dort könnt ihr auch noch ganz viele Nähbeispiele ansehen. Das wars von mir heute, ich wünsche euch einen schönen Muttertag! Eure Lena 11188455_963081293714515_1164868155042313544_n 11165140_963081300381181_6793363145753390783_o 10474609_10204306211874641_8315924535944724942_n 10387473_10204306210154598_4214060707349695142_n 11196263_10204306212874666_5598950268219118460_n 11114169_826841050738017_6740419788966605965_n 11083620_978987325467425_4851799771888101449_n 11196260_701980016577268_2057985601045517252_n 11182329_701980033243933_8365659112066383385_n 11194569_701980049910598_3042383836102249655_o10506898_819621748087024_4016369607043226533_o 11206835_1593180247612107_7833948341429677234_o 10402941_1086525524707582_6082989222505247039_n 11150558_1585732601703947_4901693208114589575_n 11174473_390570967801883_5438599361741820627_o 11168039_933621956701881_2514645623312672879_n 10387473_978987578800733_6760414518772052064_n 11223917_10207017270019893_1905384009678509608_n 11256349_1579159532362408_390865879_o11084134_947833261935608_3824320542808396264_o 11194494_947833268602274_3133132899190619031_o 11205123_10206155279821633_2312169122473259249_n1463054_10206155280301645_6816079154466585187_n 10358132_10206155280341646_8290951378206673424_n 10421251_910332119018445_5915483152316446003_n 11055312_910329629018694_1836213744585896052_n 11060109_910330222351968_6838327323345962989_o 11013146_730519173736923_3293248213100426669_n 11070946_1591439107770541_6601439801930150310_n 11196338_480749535407832_5390080859304615645_n 11205545_480749575407828_2398818084055650138_n 11157380_10200241058865039_8158860555428360212_o Ab damit zu SewingSaSu und zu 12 Taschen-12 Monate

Freebook MufuCa geht online

collagefreebookmufuca

Es ist geschafft. Mein kleines aber feines Probenähteam hat sich erfolgreich über mein neues Freebook hergemacht. Nun darf es raus in die Welt, zu euch. Der Name „MufuCa“ steht für Multifunktions-Cape. Ich selbst wollte mir letztens ein praktisches Cape nähen, denn der Herbst hat Einzug gehalten. Richtig ungemütlich ist es in meinem schönen Berlin geworden und gern sitze ich mit einer Tasse Tee auf dem Sofa und decke mich zu. Doch die Anwesenheit von Mann und Kind bringt da ein paar Probleme mit sich: der Mann zieht am anderen Ende der Decke, schwubs friere ich. Oder der Sohnemann springt auf mir herum, strampelt oder reißt an der Decke- wieder friere ich. Dann gibt es noch die nur sehr kurzen Momente, wo ich ganz allein auf dem Sofa sitzen kann- doch irgendwas ist ja immer, was einen zum Aufstehen nötigt. Ein Anruf, ein Geschepper im Kinderzimmer- schon wird die Decke meinerseits weggezogen- ich laufe durch die Wohnung- und friere. Das wollte ich endlich unterbinden und ich denke mit dem MufuCa ist es mir gelungen. Über die Schulter geworfen, benötigt es nur einen geschlossenen Knopf- und schon ist die Wärme mein. Gern trage ich mein MufuCa auch unter meiner noch recht dünnen Übergangsjacke- bis dann beim nächsten Temperaturtief meine Winterjacke herausgeholt wird.

Ich mag gern multifunktionale Dinge und so ist das MufuCa so konzipiert worden, dass man es auf unterschiedlichste Weise tragen kann. Anhand der tollen Probenähergebnisse möchte ich euch nun zeigen, welche dies sind. Die Datei gibt es am Ende dieses Posts.

10734244_1488652584749066_8766844882786333956_n

für den entspannten Nachmittagstee

IMG_4642  10696456_1488652568082401_8098288092840529868_n 1013790_1488652541415737_6160447658966701694_n

als lässiges Pullöverchen

10458956_797438690298211_5947062332539670225_o10735891_1465477997010400_1928717111_n-2

als Bolero oder Cape

974412_1465478677010332_1481373568_n

als Kombi Bolero mit Flügelärmeln und sogar als Rock kann man das MufuCa nutzen

10599371_888124474530959_6939230091740817186_n

als Schalmütze, Kaputze, einfach als Schal umgebunden….die Möglichkeiten sind riesig 🙂

Hier könnt ihr euch das Freebook- PDF aus der Dropbox holen. Wenn es euch gefällt freue ich mich über einen Besuch/Like auf Facebook, Fotos von euren MufuCas nehme und zeige ich gern hier auf meinem Blog oder auch auf Facebook.

Jetzt wünsche ich euch ganz viel Spaß damit und eine warme, kuschelige Zeit!

Probenähen- Was ist das und wie funktionierts?

Ich selbst durfte ja schon für einige Labels Probenähen und das hat mich immer sehr gefreut (u.a. tragmal, worawo, by aefflynns, rosarosa, chaosnaht). Für meine eigenen Ebooks habe ich dann wiederum das erforderliche Probenähen angeleitet. Doch was genau bedeutet das eigentlich? Ein Artikel für alle, die Probenäher werden wollen, waren oder ein Probenähen veranstalten wollen.

Gedanken vorweg.

Euch als potentiellen Probenäher/innen sollte klar sein, dass ihr, seid ihr einmal ausgewählt worden, meist öffentlich namentlich genannt werdet (natürlich gibt es auch die „stille“ Teilname). Bei Kleidung müsst ihr damit einverstanden sein, dass ihr Tragebilder zeigt (von euch oder eurem Kind). Hier muss das Gesicht natürlich nicht erkennbar sein. Diese rechtlichen Bedingungen werden oft aber auch schon in der jeweiligen Ausschreibung bekannt gemacht.

1.Ausschreibung finden

Die unterschiedlichen Labels machen das unterscheidlich, meist jedoch geht es über einen Aufruf auf dem jeweiligen Blog oder auf der Facebook-Unternehmensseite. Da heißt es aufmerksam sein, sich immer wieder mal durchklicken und sofort reagieren, wenn ein Aufruf gefunden wurde. Zeitsparender kann da die Suche nach dem Labelnamen und Probenähen bei Google sein. Hier sind die Angebote jedoch nicht immer ganz aktuell. Am schnellsten sieht man jedoch Aufrufe in Facebook-Gruppen wie „Probenähaufrufe“. Hier tummeln sich viele gleichgesinnte. Einserseits die Labels, die Unterstützung suchen, andererseits willige Näher/innen. Oft sind die Aufrufe mit einem Bild des zu nähenden Stückes versehen.

MissMampfProbenähergesucht

2.Auswahl

Aufgrund des Ebook-Booms gibt es gerade sehr viele Aufrufe. Hier heißt es auswählen, was man wirklich nähen kann und möchte. Dabei spielen natürlich die zur Verfügung stehenden Zeitfenster vorrangig eine Rolle. Man sollte sich den Text zum Aufruf genau durchlesen. Hier steht, wer genau gesucht wird. Heißt, welche Größen gebraucht werden, ob Anfänger oder Fortgeschrittene Näher/innen gesucht sind, manchmal auch welches Material benötigt wird.

3.Bewerbung

Hat man etwas gefunden was einem zusagt, kann man sich mit einem Kommentar direkt unter dem Aufruf melden. Per E-Mail oder Privatnachricht wird selten eingefordert, kann aber seitens des Bewerbers auch initiativ erfolgen. Ich selbst habe schon 3-Wort-Bewerbungen bekommen „Möchte ich nähen“, „Will dabei sein“ etc. So etwas wird von mir sofort ausgesiebt. Man sollte sich schon vorstellen können, was der Veranstalter lesen möchte, bzw für Infos dieser über seine Probenäher braucht. Besser kommt es an: 1. herzlich zu Grüßen, mit persönlicher Anrede: „Hallo Lena von der Berlinerie, ich würde sehr gern probenähen…) 2. Kurz zu sagen wer man ist ( ich bin …, nähe seit…., habe ein Kind Gr. 80 (kann dann als Model dienen, ist also durchaus ein Vorteil) 3. Was man kann ( Maschinen, die zur Verfügung stehen inkl. Kameras, ob Stoffe vorhanden sind, welche Größen man noch nähen könnte).
Interessant ist auch immer, ob der Bewerber eine eigene Facebook/Pinterest/Instagram-Seite , oder einen Blog hat. Denn: hier kann sich der Veranstalter ein Bild davon machen, was und wie bisher genäht wurde, wieviel Wert der Bewerber auf Fotos und Design legt. Eigentlich immer versucht der Veranstalter eine homogene Masse an Probenähern auszuwählen. Ich habe schon ein paar Mal von enttäuschten Damen gelesen, die sich gefragt haben, warum sie nicht genommen wurden. Ich sag nur: Fotos, Fotos, Fotos! Die Qualität dieser machen da sehr viel aus, aber auch Parameter wie Design (wird Trendstoff oder der der vorletzten Saison benutzt, hat man einen eigenen Nähstil).

4.Ablauf des Nähens

Wurde man nun auserwählt, wird man immer häufiger in Facebook-Gruppen eingeladen. Dies ist für den Veranstalter, wie ich finde, die Beste Variante, um seine Näher zu informieren und ihnen eine Plattform zum Austausch zu schaffen. Natürlich gibt es auch die „Old-School“-Variante. Hier kommt die Zusage, sowie benötigte Dateien per Email. Hier ist der Nachteil, dass die Probenäher sich untereinander nicht kennenlernen (was oft gewünscht ist) und ein Fragenaustausch länger dauert, oder nur mit dem Veranstalter stattfinden kann.

Hat man die Dateien erhalten geht es darum, verschiedene Parameter zu prüfen.

funktioniert das Öffnen, die Ansicht der Datei mit dem jeweiligen PC?
Klappt der Ausdruck?
Kann man die Anleitung öffen (Fehlermeldung von Darstellungsrogrammen, Dateigröße in Ordnung), und gut „ansehen“ (Design ansprechend, ist nichts verzogen, zu klein, Grapfiken/Bilder in Ordnung?)
Anleitung soll gelesen werden und wird geprüft auf: Rechtschreibfehler, Formulierungen, Ausführlichkeit, Verständlichkeit
dann wird genäht und zwar möglichst Schritt für Schritt, so wie die Anleitung es vorgibt
Bemerkungen sollten am Besten notiert werden und zusammengefasst an den Ersteller des Ebooks gehen

6.Prüfen des genähten Stückes

Hat man dann sein Stück fertig genäht, wird Kleidung natürlich anprobiert und auf eine gute Passform geprüft- hierzu kann man, sollte etwas nicht Stimmen, sehr gut Fotos mit dem ersteller teilen (um zu zeigen wie viel zu lang ein Ärmel ist). Viele Messen auch gern nochmal ihr individuelles Kind aus, da allgemein gültige Maßangaben nicht für jeden passen. Kommen mehrere Näher zu dem Ergebnis, dass alle Ärmelvarianten zu lang sind, muss der der Ersteller natürlich entsprechend umdenken und etwas am Schnitt ändern. Dadurch kann es dazu kommen, dass man gebeten wird, noch eine zweite Variante zu nähen, um die Änderungen zu testen. Deswegen empfielt es sich unbedingt, gerade für die erste Probenähvariante „Probestoff“ zu nehmen. Das ist einfach ein Stoff, der günstig erworben wurde und es so nicht viel ausmacht, wenn das Ergebnis nicht brauchbar ist.
Hat man z.B. eine Tasche genäht, ist es auch toll, wenn diese im Alltag getestet wird. Denn gerade das ist für den Ersteller auch interessant. Sind die Henkel lang genug, macht die Anbringung von Extratäschen wirklich Sinn, ist der Reißverschluß groß genug, hält die Tasche auch eine paar volle Wasserflaschen aus etc.

7.Fotos/Collagen machen

Das Fotothema ist ein eigenes für sich und schier unendlich. Dazu gibt es auch viele Tutorials auf Youtube oder Dawanda. Schaut euch am Besten Fotos größerer Marken an. Wie stellen die ihre Produkte dar? Wichtig auf jeden Fall: ein schöner Hintergrund (nicht die dreckige Küche hinter dem Kind mit dem schönen neuen Kleid), richtige Helligkeit, das Produkt aus mehreren Winkeln zeigen, gerade Kleidung auch „in Aktion“. Mit verschiedenen Programmen aus dem Netz kann man dann diese Bilder auch in eine Collage einbinden. Aber aufgepasst, weniger ist hier oft mehr. 1000 Herzchen, Sterne und Regenbogen um den Pulli herum, lassen diesen gern verblassen.

Wie entsteht ein Ebook?

Wie funktioniert das eigentlich, ein E-Book zu machen? Habt ihr selbst schonmal eins gemacht oder habt es vor? Für alle Interessierten schreibe ich einen kleinen Artikel darüber, was es bedeutet ein E-Book zu erstellen. Wie geht man vor, was braucht man, was ist wichtig, wie sind die Arbeitsschritte? Vielleicht auch besonders interessant für diejenigen, die nach immer mehr Freebooks schreien und einen Preis für ein gut gemachtes Ebook nicht verstehen. Natürlich kann dies kein allgemein gültiger Ratgeber sein, jeder geht anders vor, ich beschreibe euch aber gern meine Arbeitsweise. Als Beispiel werde ich mich immer mal wieder auf mein Lätzchen-Ebook „Miss Mampf“ beziehen.

Material: Stifte, Maßband, Lineal, Schere, Geodreieck, Papier, Tesa, Drucker, Scanner, Laptop (bei mir ein Mac), Programme (Bildbearbeitung wie iPhoto, Fotor, Collagelt, Inkscape, Gimp. Schreibprogramm Scribus), Spiegelreflexkamera

  1. Idee

Man könnte dies auch Marktforschung nennen. Ich selbst bin sehr aktiv in verschiedenen Facebook-Gruppen oder Blogs und schaue immer wieder was meine Kollegen gerade anbieten. Welche Schritte/ E-Books besonders beliebt sind, welche Jahreszeit man gerade hat muss einbezogen werden, quasi eine Trendforschung muss gemacht werden. Natürlich kann man sich bei anderen Inspiration holen, doch dass ich mir andere E-Books genau ansehe, liegt auch daran, dass man sichergehen muss, nichts zu kopieren. Es bringt niemandem etwas, wenn es von verschiedenen Anbietern 5 sehr ähnliche Pulloverschnitte gibt. Neu muss es also sein, schick, trendy, gut zu nähen, möglichst auch Anfängertauglich.

  1. Zeichnen

Ist die Idee geboren, muss diese zu Papier gebracht werden. Ich zeichne dafür meinen Entwurf mit Bleistift auf DinA4- Blätter, werden mehrere gebraucht, klebe ich diese so exakt wie möglich aneinander. Sinn macht es dann einen Druckrand frei zu lassen. Bedeutet ca 0,7 cm rundherum bleiben leer, da dies der Bereich ist, den der Drucker später nicht bedruckt. Jetzt sollte man sich auch überlegen, ob man den Schnitt mit oder ohne inkludierte Nahtzugabe anbieten kann/will. Beim Schnitt muss dann genau überlegt werden, wie dieser aussieht, wenn man ihnen im Bruch legt, wie man die einzelnen Schnitteile auf dem DIN A4 Blatt möglichst klug positioniert, sodass man möglichst wenig Papier braucht. Darüber freuen sich später die Anwender und auch die spätere Dateigröße kann damit in Zaum gehalten werden. Meine Zeichnung wird zwischendurch immer wieder vermessen (passen die Maße zueinander, ist alles seitengleich). Wenn in einem Ebook z.B. ein Kleidungsstück mit verschiedenen Größen angeboten wird, sollten diese nun auch gezeichnet werden. Dazu braucht man natürlich das KnowHow, wie sich Größen jeweils unterscheiden, in welchen Abständen welche Schnitteile zueinander stehen müssen, um eine neue, passende Größe zu konstruieren.

  1. Prototyp+ Fotos

Nun kopiere ich meinen Entwurf, um diesen dann einmal auszuschneiden. Mit dieser Vorlage wird dann der Prototyp genäht. Alle Schritte des Nähens werden jetzt schon einmal fotografiert (man kann nie genug Fotos haben). Das bedeutet: jetzt schon vorstellen, welche Nähschritte für andere interessant und wichtig sind. Z.B. Das richtige auflegen des Schnittes auf den Stoff, Zugabe der Nahtzugabe, Stoffteile richtig aneinander stecken, welche Nähte/Stiche/Maschinen werden verwendet, wann wie richtig bügeln, wie die einzelnen Teile zusammensetzen, welche Extras (Zusätze wie Zierbänder, Versäumen etc.) kann man wann wie einbauen und am Ende natürlich auch Bilder zur Passform. Für die Erstellung der Bilder spielt natürlich auch die Beleuchtung, der Hintergrund für die Fotos und die Auswahl der Bildausschnitte eine Rolle.

Foto 2-15 Kopie 2

  1. digitaler Schnitt

Ist der Prototyp „massentauglich“ scanne ich die einzelnen DinA4-Blätter nacheinander ein. Diese werden in einem Ordner gesammelt und einzeln in Inkscape (arbeitet mit Vektorgrafiken) bearbeitet. Dazu muss ich darauf achten, dass später meine Zeichnungen exakt größengleich ausfallen. Dabei hilft die Zeichnung eines Kontrollkästchens (Rechteck mit bestimmten Maßen, dass auch nach dem Druck noch die angegebene Länge hat). Dann erstelle ich eine Kopie: heißt ich überzeichne meine Bleistiftzeichnung mit schönen geraden Linien und (Bézier-)Kurven. Hört sich vielleicht einfach an, dauert aber gern mal ein paar Stunden. Zwischendruch speichere ich immer wieder eine svg-Datei ab, diese lässt sich später immer wieder bearbeiten. Wenn alle Maße passen (das Programm zeigt einem je nach Wahl die Messeinheiten Pixel, mm, cm), speichere ich die Dateien als png-Datei. Diese kann ich dann mit Apples Vorschau-Funktion öffnen und ausdrucken. Vor dem Druck müssen nochmal Seitenverhältnisse geprüft werden. Bei mir zeigt die Druckvorschau gerne das Dokument in einem Seitenverhältnis von 72 % erhöht man diese auf 100 % muss der Schnitt natürlich immer noch auf ein DinA4-Blatt passen. Jetzt drucke ich diese Datei und messe das Kontrollkästchen, bzw lege zur Kontrolle meine Bleistiftzeichnung noch einmal auf. Passt alles, ist dieser Schritt fertig.

  1. Fotos sichten und bearbeiten

Die gemachten Fotos überspiele ich nun von der Spiegelreflex nach iPhoto. Hier kann schon die erste Auswahl und Bearbeitung stattfinden. Heißt: Farben/Helligkeit verbessern, überflüssiges Ausschneiden (heißt bei iPhoto Freistellen). Gegebenenfalls kann/muss man nun den Zwischenschritt des Freistellens (jetzt in der allgemeineren Definition gemeint) einbauen, heißt Objekte mit Gimp ausschneiden und den Hintergrund weißen. Hat man von Anfang an gute Fotos gemacht, kann man sich diesen, auch sehr langwierigen Schritt, sparen.

  1. Anleitung anfertigen

Nun öffne ich Scribus, ein Programm, dass auch für das Design von Zeitungen genutzt wird. Hier kann genau angegeben werden, in welchen Abständen Texte und Bilder gereiht werden. Dazu muss man Text- oder Bilderrahmen erstellen und deren Positionierung zueinander im mm-Bereich einstellen. Diese werden dann mit Bildern von Punkt 5 gefüllt. Ich habe mich für die Aufteilung links Bildleiste, rechts daneben erklärender Text entschieden. Bei diesem Punkt heißt es wirklich nachdenken. Denn: das Nähen läuft bei mir automatisiert ab, was bei Schnittneulingen und vor allem Anfängern nicht unbedingt der Fall ist. Bedeutet ich muss mir vorstellen können wie ich mein automatisches Handeln in kleinste Handlungsschritte aufsplitte und wie ich etwas beschreibe, sodass die Anleitung unmißverständlich ist. Dies ist anderswo übrigends ein eigener Berufszweig. Es ist mir schon passiert das mir erst bei diesem Schritt aufgefallen ist, dass ich wichtige Schritte gar nicht fotografiert habe. Das bedeutet dann, dass ich noch einen Prototyp nähen muss, um die Fotos nachzuholen. Habe ich das Gefühl dass die Anleitung nun verständlich sein wird geht es zum nächsten Schritt.

  1. Probenäher aquirieren

Gern habe ich parallel zu den letzten Schritten schon einen Aufruf auf Facebook unter meinem Blog gestartet um mögliche Probe nähern zu finden. Dazu erstelle ich mit Foto eine Collage die meinen Prototyp gezeigt und beschreibst wen ich genau suchen. Die Ausschreibung lasse ich circa einer Woche laufen und schaue mir dann die Bewerbungen durch. Bisher waren es immer so viele dass ich nicht alle Menschen hinter den Bewerbungen angucken konnte. Auswahlkriterien sind hier Herzlichkeit der Bewerbung ( sowas wie ein kurzes „Will ich nähen“ schau ich mir nicht weiter an.), Nährfahrungen, eigene Seite ja oder nein, bisherige Qualität der Fotos, Größenabdeckung (wird jede Größe ausreichend genäht, heißt bei mir jede mindestens 2x) Ich erstelle dann eine Facebook Gruppe bei sich hierüber der Austausch der Dateien und auch der inhaltliche am besten händeln lässt.

Die ausgewählten Probenäher lade ich dann in die Gruppe ein und lade meine fertige Dateien hoch.

  1. Probenähen

Nach Einladung der Probenäher kontrolliere ich dann noch mal, ob auch alle den Weg in die Gruppe gefunden haben, die ich ausgesucht habe. Es muss dann auch noch geklärt werden ob wirklich alle Zeit haben, das E-Book zu nähmen, es ist schon vorkommen dass einige dann doch krank waren oder etwas anderes dazwischen gekommen ist. Die Probe näher haben meistens circa eine Woche Zeit mir ihr Feedback zu geben. Fragen und Anregungen der fleißigen Helfer werden natürlich zwischendurch immer wieder betreut.

  1. Feedback einbauen

Mit dem gesammelten Feedback gehe ich dann nochmal über Schnitt und Anleitung. Mit Scribus habe ich dann schon ein Deckblatt designt und Füge am Ende der Probenähzeit die Fotos der genähten Teile am Ende meines Scribus-Datei ein. Zuletzt füge hänge ich hier den Schnitt (Größengleichheit muss beachtet werden) an und speichere alles als pdf-Datei ab. Diese muss dann, meist verlustbehaftet, komprimiert werden. Ich kontrolliere dann, ob der Verlust in der Darstellung der Bilder negative Auswirkungen hatte.

  1. Online gehen

Für die Posts auf Facebook oder meinem Blog erstelle ich Collagen, ebenso eine extra für Dawanda, da hier andere Bildgrößen zugelassen sind. Zuerst stelle ich die Datei bei Dawanda online, bedeutet: Preisfindung muss stimmen, Artikelbeschreibung muss her, passende Wiederrufsformulierungen für digitale Artikel braucht man, Fotos werden eingebunden, ein Fetch-it-Link wird erstellt (erleichtert das sofortige Herunterladen der Datei), Verkaufsprovision wird bejaht und dann ist es da: das neue Ebook.

  1. Werbung machen

Dawanda ist ja bekanntlich ein schwarzes Loch, Artikel rutschen schnell nach hinten, also müssen die potentiellen Käufer informiert werden. Mit den Collagen von Punkt 10 poste ich z.B. auf Facebook gern den Link zu Dawanda. Ein Blogartikel macht auch Sinn, diesen kann man dann wiederum mit anderen Blogposts verbinden, bzw. bei Linkpartys einbinden.

Ich hoffe, dass dies einen guten Überblick geben konnte, was dazu gehört, ein Ebook zu erstellen. Fragen, Anregungen etc. nehme ich wie immer gern entgegen: berlinerie@gmx.de

Eure Lena

Tutorial Schrägband herstellen und Lätzchen nähen

Wer ein bisschen auf meiner Facebook Seite mitliest, hat ja schon erfahren, dass ich für die Kita meines Sohnes circa 30 Plätzchen nähen soll. Dem habe ich mich nun angenommen und gleich ein Tutorial mit Schnittmuster nebenbei für euch gemacht. Hier erfahrt ihr auch, wie man selber Schrägband aus Baumwollstoff herstellen kann.

Für das Schrägband braucht ihr: Baumwollstoff (Größe relativ egal), Lineal, Schere oder Rollschneider, Bügeleisen

Ich hatte für mein Schrägband 1 Meter gepunkteten Baumwollstoff

IMG_3732

1. Euren Stoff auseinander falten und ein Dreieck falten, an der Bruchkante durchschneiden. Durch diese Methode habt ihr später einen Fadenlauf von 45° zur Webkante. Das ist für die Elastizität und die spätere Weiterverarbeitung sehr wichtig!

IMG_3734

2. Jetzt solltet ihr ein Dreieck haben, an dessen langer Kante ihr 4 cm abmesst und so einen langen Streifen bekommt. Ihr könnt natürlich auch ein anderes Maß verwenden, 4 ist jedoch gängig und wird am Ende ein Schrägband ergeben von 1 cm Breite (man rechnet immer durch 4).

IMG_3735

Hier ist mein Streifen in fertiger Form. Zur Probe, ob auch richtig zugeschnitten wurde, könnt ihr das Band einmal lang ziehen, dehnt es sich? Dann ist es richtig. 🙂

IMG_3736

3. Jetzt geht’s ans Bügeln, ich drehe das Bügeleisen immer ganz hoch, da man dann später die Kanten „sicher hat“. Bügelt man zu kühl, können später die Seiten wieder aufklappen und das stört sehr beim Nähen. Ihr faltet nun also das Band zur Hälfte und bügelt.

IMG_3737

4. Wenn ihr das ganze Band so halbiert habt, klappt ihr es auf und schlagt die Kanten nach Innen zur Bügelfalte. Dies auch wieder schön platt bügeln.

IMG_3738

5. Und schon ist das Band fertig! Es sollte jetzt so aussehen: links von oben, rechts von unten

IMG_3739

Jetzt zum Lätzchen. Das Schnittmuster könnt ihr hier in 2 Teilen herunterladen(Lätzchen1Lätzchen2)  und ausdrucken (Druckereinstellung auf 100%). Legt das ausgeschnittene Schnittmuster auf den Stoff eurer Wahl (ich habe hier gelben Frottee) und schneidet dann aus.

IMG_3740

2. Nun das Webband am Ende umschlagen und am Rand des Lätzchens feststecken. Ich lasse diesen schritt weg, mich persönlich stören die Nadeln eher, als dass sie helfen. Es reicht auch, das Webband später per Hand zu justieren.

IMG_3741

3. Da der Frottee recht dick war, habe ich eine Jeansnadel verwendet und die Stichlänge auf 3mm gesetzt, das gab bei mir dann die gewünschte Naht. Hier seht ihr, wie ich das Band halte und vor allem dehne (!). Das sollte man tun, damit der Stoff sich später nicht wellt. Mit der rechten Hand habe ich immer das Band gedehnt, mit der Linken Hand den Frottee ins Webband geschoben.

IMG_3742

4. Nun noch den Verschluss anbringen. Bei mir gabs rotes Klettband, man kann natürlich auch Druckknöpfe nehmen.

IMG_3746

Hier das fertige Stück. Ich wünsche ganz viel Spaß beim nachnähen!!!

IMG_3748

Hier schonmal 6 der geplant 30 Stück 😉

IMG_3747

Selfmade-Waschlappen-Kollektion, Mini-Tutorial

Bisher habe ich doch meist langweilige, einfarbige Waschlappen gesehen. Da fiel mir ein, dass man sich doch, dank Nähmaschine, einfach eine kleine Kollektion entwerfen kann. Ich zeige euch wies geht, viel Spaß beim Nachmachen. P.S. Auch ne schöne Geschenkidee 🙂

Ihr braucht: Waschlappen (meiner kommt aus einem großen Kaufhaus für 1,30€), Webband, Stecknadel, Nähmaschine

IMG_3522

Öffnet die Seitennaht des Wadchlappens und zwar so groß, dass euer Webband in das Loch passt.

IMG_3523

Jetzt das schwierigste: Das Webband aussuchen 😉 Ich habe mich für die „Grrr“-Serie aus der Eigenprodunktion von Stoffwelten entschieden.

IMG_3524

Den Waschlappen wenden, sodass euch das innere ansieht. So passt er besser unter den Nähfuß, bzw. das Nähen ist leichter. Das Webband in die Öffnung schieben, etwas überstehen lassen. Feststecken, damit nichts verrutscht.

IMG_3526

Den Waschlappen unter den Nähfuß schieben. Rechts ist jetzt nach innen gestülpt. Um das Webband gerade anzunähen, habe ich mich an den 3 Baumwollrippen orientiert und das Webband ca 1,5 cm davon entfernt angenäht. Es empfielt sich, immer ein kleines bischen zu nähen, dann das Webband wieder ausrichten. So müsst ihr dieses nicht komplett feststecken.

IMG_3527

Jetzt nur noch die Öffung für das Webband wieder schließen, Waschlappen wenden und schon kann gebadet werden 🙂

IMG_3528_fotor

Hier ein Exemplar für Mama und eins fürs Söhnchen.

Windeltasche to go

Ach das macht Spaß Tutorials zu machen! Also gleich noch eins: Eine Windeltasche. Jeder kennt diese schrankgroßen Wickeltaschen, die manche sich erst einmal kaufen, nur um dann zu merken, dass man damit immer viel zu viel mit sich herumschleppt. Und andere vermissen ganz einfach ihre schicke Handtasche von früher. Jetzt könnt ihr euch eine super praktische Windeltasche nähen, die auch in die Handtasche von früher passt. So habt ihr immer Windeln, Feuchttücher und Cremes dabei und das noch hübsch verpackt!

Ihr braucht: Stoffschere, Lineal, Nähmaschine, Vlieseline, Stoffe

1x Außenstoff und 1x Innenstoff: 28×38 cm

Vlieseline (bei mir H630): 28×38 cm

Gummiband/kordel: ca 35 cm lang

Innentasche(/-laschen): 2x 28×28 cm

aufgesetzte Innentasche: 12x 28 cm (Nahtzugabe inkl.)

Ich habe mich für Herzenbaumwollstoff entschieden, einmal in türkis und dunkelblau. Natürlich kann man auch mehrere Stoffe nehmen oder Webband oder Zackenlitze zur Deko verwenden. Der Einfachheit halber habe ich das ausgemessene Innenteil auf den Außenstoff gelegt und rundherum ausgeschnitten, so spart man sich das mehrfache Ausmessen.

IMG_3472

So sollten dann die Teile aussehen, die ihr benötigt. Bei mir war der Stoff recht knitterig, deswegen empfiehlt sich vor der Weiterverarbeitung alles glatt zu bügeln.

IMG_3473

Ich habe als Deko einfach etwas vom türkisen Innenstoff auf das Außenteil genäht. Wenn ihr wie ich ein Motiv habt, das ein „Oben und Unten“ besitzt, achtet auch immer auf die Ausrichtung. Ich habe den Türkisen Steifen 8 cm vom rechten Rand aufgenäht. Auf die linke Seite des Außenstoffes nun die Vlieseline aufbügeln!

iIMG_3474

Halbe Füßchenbreite fand ich ganz schön, ist aber kein Muss.

IMG_3479

Das Gummiband oder Kordel auf das Außenteil nähen. Mein Gummiband war leider sehr dehnbar, also habe ich es gedeht festgenäht, nicht, dass es nachher schlabbert. Ruhig über Das Gummi ein paar Mal hin- und hernähen. Entscheidet euch vorher für die Position des Gummis. Ich hatte leider nur „hässlich weiß“ zu Hause. Also habe ich das Gummi an das vordere Teil genäht, da wo auch mein Ziersteifen in türkis ist. Später werdet ihr sehen, dass so das Gummi nach hinten gezogen wird, um die Tasche zu schließen und auf der Rückseite ist. Wenn ihr ein schöneres Band habt, dann näht gern das Gummi auf die rechte hälfte der Windeltasche.

IMG_3480IMG_3481 

Die aufgesetzte Innentasche habe ich als doppelte Tasche genäht: Die kurzen Ränder umgebügelt und festgesteppt, dann rechts auf rechts zur Hälfte gelegt und festgesteppt, dann gewendet.

IMG_3477 IMG_3478

Die Innentasche dann auf einen der Seitenflügel nähen. Es empfiehlt sich, dafür den Flügel nocheinmal auseinander zu klappen, damit die Innennaht später nicht sichtbar ist.

 IMG_3485

Hier sieht man nun, was ich mit doppelter Tasche meinte. Wer das so nicht nachmachen möchte kann natürlich auch nur eine Stoffschicht aufnähen, sodass nur eine aufgesetzte Tasche entsteht.

IMG_3486

Nun die Seitenlaschen auf den Innenstoff legen. Der Bruch zeigt nach Innen, die offenen Enden nach außen.

IMG_3487

Darüber dann den Außenstoff rechts auf rechts legen. Die Vlieseline sollte euch nun „ansehen“.

IMG_3488

Rundherum festnähen, eine Wendeöffnung offen lassen. Meine ist ca 11 cm lang, das fand ich noch ganz angenehm fürs leichte Wenden. Am Besten die Wendenaht in der Mitte der längeren Seite positionieren.

IMG_3489

Dann alles wenden und bitte keinen Schreck bekommen, wenn es so aussieht. Nein, ihr habt nichts falsch gemacht, müsst nur die Seitenlaschen noch einmal nach Innen stülpen, sodass sie über den türkisen Innenstoff sind.

IMG_3490

Fertig gewendet und nun die Wendenaht per Hand mit dem Matratzenstich oder einfach oben drüber mit der Nähmaschinennaht schließen.

IMG_3491

Gefüllte Tasche im offenen Zustand

IMG_3492

Und im geschlossenen Zustand. Hier seht ihr jetzt nochmal, dass das Gummiband vorne nicht sichtbar ist, da ich es über die Rückseite gezogen habe.

IMG_3493

Ich wünsche euch ganz viel Spaß beim Nachnähen, freue mich über Feedback und vielleicht auch ein Foto von euren kreativen Werken?