Freebook MufuCa geht online

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Es ist geschafft. Mein kleines aber feines Probenähteam hat sich erfolgreich über mein neues Freebook hergemacht. Nun darf es raus in die Welt, zu euch. Der Name „MufuCa“ steht für Multifunktions-Cape. Ich selbst wollte mir letztens ein praktisches Cape nähen, denn der Herbst hat Einzug gehalten. Richtig ungemütlich ist es in meinem schönen Berlin geworden und gern sitze ich mit einer Tasse Tee auf dem Sofa und decke mich zu. Doch die Anwesenheit von Mann und Kind bringt da ein paar Probleme mit sich: der Mann zieht am anderen Ende der Decke, schwubs friere ich. Oder der Sohnemann springt auf mir herum, strampelt oder reißt an der Decke- wieder friere ich. Dann gibt es noch die nur sehr kurzen Momente, wo ich ganz allein auf dem Sofa sitzen kann- doch irgendwas ist ja immer, was einen zum Aufstehen nötigt. Ein Anruf, ein Geschepper im Kinderzimmer- schon wird die Decke meinerseits weggezogen- ich laufe durch die Wohnung- und friere. Das wollte ich endlich unterbinden und ich denke mit dem MufuCa ist es mir gelungen. Über die Schulter geworfen, benötigt es nur einen geschlossenen Knopf- und schon ist die Wärme mein. Gern trage ich mein MufuCa auch unter meiner noch recht dünnen Übergangsjacke- bis dann beim nächsten Temperaturtief meine Winterjacke herausgeholt wird.

Ich mag gern multifunktionale Dinge und so ist das MufuCa so konzipiert worden, dass man es auf unterschiedlichste Weise tragen kann. Anhand der tollen Probenähergebnisse möchte ich euch nun zeigen, welche dies sind. Die Datei gibt es am Ende dieses Posts.

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für den entspannten Nachmittagstee

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als lässiges Pullöverchen

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als Bolero oder Cape

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als Kombi Bolero mit Flügelärmeln und sogar als Rock kann man das MufuCa nutzen

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als Schalmütze, Kaputze, einfach als Schal umgebunden….die Möglichkeiten sind riesig 🙂

Hier könnt ihr euch das Freebook- PDF aus der Dropbox holen. Wenn es euch gefällt freue ich mich über einen Besuch/Like auf Facebook, Fotos von euren MufuCas nehme und zeige ich gern hier auf meinem Blog oder auch auf Facebook.

Jetzt wünsche ich euch ganz viel Spaß damit und eine warme, kuschelige Zeit!

Probenähen- Was ist das und wie funktionierts?

Ich selbst durfte ja schon für einige Labels Probenähen und das hat mich immer sehr gefreut (u.a. tragmal, worawo, by aefflynns, rosarosa, chaosnaht). Für meine eigenen Ebooks habe ich dann wiederum das erforderliche Probenähen angeleitet. Doch was genau bedeutet das eigentlich? Ein Artikel für alle, die Probenäher werden wollen, waren oder ein Probenähen veranstalten wollen.

Gedanken vorweg.

Euch als potentiellen Probenäher/innen sollte klar sein, dass ihr, seid ihr einmal ausgewählt worden, meist öffentlich namentlich genannt werdet (natürlich gibt es auch die „stille“ Teilname). Bei Kleidung müsst ihr damit einverstanden sein, dass ihr Tragebilder zeigt (von euch oder eurem Kind). Hier muss das Gesicht natürlich nicht erkennbar sein. Diese rechtlichen Bedingungen werden oft aber auch schon in der jeweiligen Ausschreibung bekannt gemacht.

1.Ausschreibung finden

Die unterschiedlichen Labels machen das unterscheidlich, meist jedoch geht es über einen Aufruf auf dem jeweiligen Blog oder auf der Facebook-Unternehmensseite. Da heißt es aufmerksam sein, sich immer wieder mal durchklicken und sofort reagieren, wenn ein Aufruf gefunden wurde. Zeitsparender kann da die Suche nach dem Labelnamen und Probenähen bei Google sein. Hier sind die Angebote jedoch nicht immer ganz aktuell. Am schnellsten sieht man jedoch Aufrufe in Facebook-Gruppen wie „Probenähaufrufe“. Hier tummeln sich viele gleichgesinnte. Einserseits die Labels, die Unterstützung suchen, andererseits willige Näher/innen. Oft sind die Aufrufe mit einem Bild des zu nähenden Stückes versehen.

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2.Auswahl

Aufgrund des Ebook-Booms gibt es gerade sehr viele Aufrufe. Hier heißt es auswählen, was man wirklich nähen kann und möchte. Dabei spielen natürlich die zur Verfügung stehenden Zeitfenster vorrangig eine Rolle. Man sollte sich den Text zum Aufruf genau durchlesen. Hier steht, wer genau gesucht wird. Heißt, welche Größen gebraucht werden, ob Anfänger oder Fortgeschrittene Näher/innen gesucht sind, manchmal auch welches Material benötigt wird.

3.Bewerbung

Hat man etwas gefunden was einem zusagt, kann man sich mit einem Kommentar direkt unter dem Aufruf melden. Per E-Mail oder Privatnachricht wird selten eingefordert, kann aber seitens des Bewerbers auch initiativ erfolgen. Ich selbst habe schon 3-Wort-Bewerbungen bekommen „Möchte ich nähen“, „Will dabei sein“ etc. So etwas wird von mir sofort ausgesiebt. Man sollte sich schon vorstellen können, was der Veranstalter lesen möchte, bzw für Infos dieser über seine Probenäher braucht. Besser kommt es an: 1. herzlich zu Grüßen, mit persönlicher Anrede: „Hallo Lena von der Berlinerie, ich würde sehr gern probenähen…) 2. Kurz zu sagen wer man ist ( ich bin …, nähe seit…., habe ein Kind Gr. 80 (kann dann als Model dienen, ist also durchaus ein Vorteil) 3. Was man kann ( Maschinen, die zur Verfügung stehen inkl. Kameras, ob Stoffe vorhanden sind, welche Größen man noch nähen könnte).
Interessant ist auch immer, ob der Bewerber eine eigene Facebook/Pinterest/Instagram-Seite , oder einen Blog hat. Denn: hier kann sich der Veranstalter ein Bild davon machen, was und wie bisher genäht wurde, wieviel Wert der Bewerber auf Fotos und Design legt. Eigentlich immer versucht der Veranstalter eine homogene Masse an Probenähern auszuwählen. Ich habe schon ein paar Mal von enttäuschten Damen gelesen, die sich gefragt haben, warum sie nicht genommen wurden. Ich sag nur: Fotos, Fotos, Fotos! Die Qualität dieser machen da sehr viel aus, aber auch Parameter wie Design (wird Trendstoff oder der der vorletzten Saison benutzt, hat man einen eigenen Nähstil).

4.Ablauf des Nähens

Wurde man nun auserwählt, wird man immer häufiger in Facebook-Gruppen eingeladen. Dies ist für den Veranstalter, wie ich finde, die Beste Variante, um seine Näher zu informieren und ihnen eine Plattform zum Austausch zu schaffen. Natürlich gibt es auch die „Old-School“-Variante. Hier kommt die Zusage, sowie benötigte Dateien per Email. Hier ist der Nachteil, dass die Probenäher sich untereinander nicht kennenlernen (was oft gewünscht ist) und ein Fragenaustausch länger dauert, oder nur mit dem Veranstalter stattfinden kann.

Hat man die Dateien erhalten geht es darum, verschiedene Parameter zu prüfen.

funktioniert das Öffnen, die Ansicht der Datei mit dem jeweiligen PC?
Klappt der Ausdruck?
Kann man die Anleitung öffen (Fehlermeldung von Darstellungsrogrammen, Dateigröße in Ordnung), und gut „ansehen“ (Design ansprechend, ist nichts verzogen, zu klein, Grapfiken/Bilder in Ordnung?)
Anleitung soll gelesen werden und wird geprüft auf: Rechtschreibfehler, Formulierungen, Ausführlichkeit, Verständlichkeit
dann wird genäht und zwar möglichst Schritt für Schritt, so wie die Anleitung es vorgibt
Bemerkungen sollten am Besten notiert werden und zusammengefasst an den Ersteller des Ebooks gehen

6.Prüfen des genähten Stückes

Hat man dann sein Stück fertig genäht, wird Kleidung natürlich anprobiert und auf eine gute Passform geprüft- hierzu kann man, sollte etwas nicht Stimmen, sehr gut Fotos mit dem ersteller teilen (um zu zeigen wie viel zu lang ein Ärmel ist). Viele Messen auch gern nochmal ihr individuelles Kind aus, da allgemein gültige Maßangaben nicht für jeden passen. Kommen mehrere Näher zu dem Ergebnis, dass alle Ärmelvarianten zu lang sind, muss der der Ersteller natürlich entsprechend umdenken und etwas am Schnitt ändern. Dadurch kann es dazu kommen, dass man gebeten wird, noch eine zweite Variante zu nähen, um die Änderungen zu testen. Deswegen empfielt es sich unbedingt, gerade für die erste Probenähvariante „Probestoff“ zu nehmen. Das ist einfach ein Stoff, der günstig erworben wurde und es so nicht viel ausmacht, wenn das Ergebnis nicht brauchbar ist.
Hat man z.B. eine Tasche genäht, ist es auch toll, wenn diese im Alltag getestet wird. Denn gerade das ist für den Ersteller auch interessant. Sind die Henkel lang genug, macht die Anbringung von Extratäschen wirklich Sinn, ist der Reißverschluß groß genug, hält die Tasche auch eine paar volle Wasserflaschen aus etc.

7.Fotos/Collagen machen

Das Fotothema ist ein eigenes für sich und schier unendlich. Dazu gibt es auch viele Tutorials auf Youtube oder Dawanda. Schaut euch am Besten Fotos größerer Marken an. Wie stellen die ihre Produkte dar? Wichtig auf jeden Fall: ein schöner Hintergrund (nicht die dreckige Küche hinter dem Kind mit dem schönen neuen Kleid), richtige Helligkeit, das Produkt aus mehreren Winkeln zeigen, gerade Kleidung auch „in Aktion“. Mit verschiedenen Programmen aus dem Netz kann man dann diese Bilder auch in eine Collage einbinden. Aber aufgepasst, weniger ist hier oft mehr. 1000 Herzchen, Sterne und Regenbogen um den Pulli herum, lassen diesen gern verblassen.

Wie entsteht ein Ebook?

Wie funktioniert das eigentlich, ein E-Book zu machen? Habt ihr selbst schonmal eins gemacht oder habt es vor? Für alle Interessierten schreibe ich einen kleinen Artikel darüber, was es bedeutet ein E-Book zu erstellen. Wie geht man vor, was braucht man, was ist wichtig, wie sind die Arbeitsschritte? Vielleicht auch besonders interessant für diejenigen, die nach immer mehr Freebooks schreien und einen Preis für ein gut gemachtes Ebook nicht verstehen. Natürlich kann dies kein allgemein gültiger Ratgeber sein, jeder geht anders vor, ich beschreibe euch aber gern meine Arbeitsweise. Als Beispiel werde ich mich immer mal wieder auf mein Lätzchen-Ebook „Miss Mampf“ beziehen.

Material: Stifte, Maßband, Lineal, Schere, Geodreieck, Papier, Tesa, Drucker, Scanner, Laptop (bei mir ein Mac), Programme (Bildbearbeitung wie iPhoto, Fotor, Collagelt, Inkscape, Gimp. Schreibprogramm Scribus), Spiegelreflexkamera

  1. Idee

Man könnte dies auch Marktforschung nennen. Ich selbst bin sehr aktiv in verschiedenen Facebook-Gruppen oder Blogs und schaue immer wieder was meine Kollegen gerade anbieten. Welche Schritte/ E-Books besonders beliebt sind, welche Jahreszeit man gerade hat muss einbezogen werden, quasi eine Trendforschung muss gemacht werden. Natürlich kann man sich bei anderen Inspiration holen, doch dass ich mir andere E-Books genau ansehe, liegt auch daran, dass man sichergehen muss, nichts zu kopieren. Es bringt niemandem etwas, wenn es von verschiedenen Anbietern 5 sehr ähnliche Pulloverschnitte gibt. Neu muss es also sein, schick, trendy, gut zu nähen, möglichst auch Anfängertauglich.

  1. Zeichnen

Ist die Idee geboren, muss diese zu Papier gebracht werden. Ich zeichne dafür meinen Entwurf mit Bleistift auf DinA4- Blätter, werden mehrere gebraucht, klebe ich diese so exakt wie möglich aneinander. Sinn macht es dann einen Druckrand frei zu lassen. Bedeutet ca 0,7 cm rundherum bleiben leer, da dies der Bereich ist, den der Drucker später nicht bedruckt. Jetzt sollte man sich auch überlegen, ob man den Schnitt mit oder ohne inkludierte Nahtzugabe anbieten kann/will. Beim Schnitt muss dann genau überlegt werden, wie dieser aussieht, wenn man ihnen im Bruch legt, wie man die einzelnen Schnitteile auf dem DIN A4 Blatt möglichst klug positioniert, sodass man möglichst wenig Papier braucht. Darüber freuen sich später die Anwender und auch die spätere Dateigröße kann damit in Zaum gehalten werden. Meine Zeichnung wird zwischendurch immer wieder vermessen (passen die Maße zueinander, ist alles seitengleich). Wenn in einem Ebook z.B. ein Kleidungsstück mit verschiedenen Größen angeboten wird, sollten diese nun auch gezeichnet werden. Dazu braucht man natürlich das KnowHow, wie sich Größen jeweils unterscheiden, in welchen Abständen welche Schnitteile zueinander stehen müssen, um eine neue, passende Größe zu konstruieren.

  1. Prototyp+ Fotos

Nun kopiere ich meinen Entwurf, um diesen dann einmal auszuschneiden. Mit dieser Vorlage wird dann der Prototyp genäht. Alle Schritte des Nähens werden jetzt schon einmal fotografiert (man kann nie genug Fotos haben). Das bedeutet: jetzt schon vorstellen, welche Nähschritte für andere interessant und wichtig sind. Z.B. Das richtige auflegen des Schnittes auf den Stoff, Zugabe der Nahtzugabe, Stoffteile richtig aneinander stecken, welche Nähte/Stiche/Maschinen werden verwendet, wann wie richtig bügeln, wie die einzelnen Teile zusammensetzen, welche Extras (Zusätze wie Zierbänder, Versäumen etc.) kann man wann wie einbauen und am Ende natürlich auch Bilder zur Passform. Für die Erstellung der Bilder spielt natürlich auch die Beleuchtung, der Hintergrund für die Fotos und die Auswahl der Bildausschnitte eine Rolle.

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  1. digitaler Schnitt

Ist der Prototyp „massentauglich“ scanne ich die einzelnen DinA4-Blätter nacheinander ein. Diese werden in einem Ordner gesammelt und einzeln in Inkscape (arbeitet mit Vektorgrafiken) bearbeitet. Dazu muss ich darauf achten, dass später meine Zeichnungen exakt größengleich ausfallen. Dabei hilft die Zeichnung eines Kontrollkästchens (Rechteck mit bestimmten Maßen, dass auch nach dem Druck noch die angegebene Länge hat). Dann erstelle ich eine Kopie: heißt ich überzeichne meine Bleistiftzeichnung mit schönen geraden Linien und (Bézier-)Kurven. Hört sich vielleicht einfach an, dauert aber gern mal ein paar Stunden. Zwischendruch speichere ich immer wieder eine svg-Datei ab, diese lässt sich später immer wieder bearbeiten. Wenn alle Maße passen (das Programm zeigt einem je nach Wahl die Messeinheiten Pixel, mm, cm), speichere ich die Dateien als png-Datei. Diese kann ich dann mit Apples Vorschau-Funktion öffnen und ausdrucken. Vor dem Druck müssen nochmal Seitenverhältnisse geprüft werden. Bei mir zeigt die Druckvorschau gerne das Dokument in einem Seitenverhältnis von 72 % erhöht man diese auf 100 % muss der Schnitt natürlich immer noch auf ein DinA4-Blatt passen. Jetzt drucke ich diese Datei und messe das Kontrollkästchen, bzw lege zur Kontrolle meine Bleistiftzeichnung noch einmal auf. Passt alles, ist dieser Schritt fertig.

  1. Fotos sichten und bearbeiten

Die gemachten Fotos überspiele ich nun von der Spiegelreflex nach iPhoto. Hier kann schon die erste Auswahl und Bearbeitung stattfinden. Heißt: Farben/Helligkeit verbessern, überflüssiges Ausschneiden (heißt bei iPhoto Freistellen). Gegebenenfalls kann/muss man nun den Zwischenschritt des Freistellens (jetzt in der allgemeineren Definition gemeint) einbauen, heißt Objekte mit Gimp ausschneiden und den Hintergrund weißen. Hat man von Anfang an gute Fotos gemacht, kann man sich diesen, auch sehr langwierigen Schritt, sparen.

  1. Anleitung anfertigen

Nun öffne ich Scribus, ein Programm, dass auch für das Design von Zeitungen genutzt wird. Hier kann genau angegeben werden, in welchen Abständen Texte und Bilder gereiht werden. Dazu muss man Text- oder Bilderrahmen erstellen und deren Positionierung zueinander im mm-Bereich einstellen. Diese werden dann mit Bildern von Punkt 5 gefüllt. Ich habe mich für die Aufteilung links Bildleiste, rechts daneben erklärender Text entschieden. Bei diesem Punkt heißt es wirklich nachdenken. Denn: das Nähen läuft bei mir automatisiert ab, was bei Schnittneulingen und vor allem Anfängern nicht unbedingt der Fall ist. Bedeutet ich muss mir vorstellen können wie ich mein automatisches Handeln in kleinste Handlungsschritte aufsplitte und wie ich etwas beschreibe, sodass die Anleitung unmißverständlich ist. Dies ist anderswo übrigends ein eigener Berufszweig. Es ist mir schon passiert das mir erst bei diesem Schritt aufgefallen ist, dass ich wichtige Schritte gar nicht fotografiert habe. Das bedeutet dann, dass ich noch einen Prototyp nähen muss, um die Fotos nachzuholen. Habe ich das Gefühl dass die Anleitung nun verständlich sein wird geht es zum nächsten Schritt.

  1. Probenäher aquirieren

Gern habe ich parallel zu den letzten Schritten schon einen Aufruf auf Facebook unter meinem Blog gestartet um mögliche Probe nähern zu finden. Dazu erstelle ich mit Foto eine Collage die meinen Prototyp gezeigt und beschreibst wen ich genau suchen. Die Ausschreibung lasse ich circa einer Woche laufen und schaue mir dann die Bewerbungen durch. Bisher waren es immer so viele dass ich nicht alle Menschen hinter den Bewerbungen angucken konnte. Auswahlkriterien sind hier Herzlichkeit der Bewerbung ( sowas wie ein kurzes „Will ich nähen“ schau ich mir nicht weiter an.), Nährfahrungen, eigene Seite ja oder nein, bisherige Qualität der Fotos, Größenabdeckung (wird jede Größe ausreichend genäht, heißt bei mir jede mindestens 2x) Ich erstelle dann eine Facebook Gruppe bei sich hierüber der Austausch der Dateien und auch der inhaltliche am besten händeln lässt.

Die ausgewählten Probenäher lade ich dann in die Gruppe ein und lade meine fertige Dateien hoch.

  1. Probenähen

Nach Einladung der Probenäher kontrolliere ich dann noch mal, ob auch alle den Weg in die Gruppe gefunden haben, die ich ausgesucht habe. Es muss dann auch noch geklärt werden ob wirklich alle Zeit haben, das E-Book zu nähmen, es ist schon vorkommen dass einige dann doch krank waren oder etwas anderes dazwischen gekommen ist. Die Probe näher haben meistens circa eine Woche Zeit mir ihr Feedback zu geben. Fragen und Anregungen der fleißigen Helfer werden natürlich zwischendurch immer wieder betreut.

  1. Feedback einbauen

Mit dem gesammelten Feedback gehe ich dann nochmal über Schnitt und Anleitung. Mit Scribus habe ich dann schon ein Deckblatt designt und Füge am Ende der Probenähzeit die Fotos der genähten Teile am Ende meines Scribus-Datei ein. Zuletzt füge hänge ich hier den Schnitt (Größengleichheit muss beachtet werden) an und speichere alles als pdf-Datei ab. Diese muss dann, meist verlustbehaftet, komprimiert werden. Ich kontrolliere dann, ob der Verlust in der Darstellung der Bilder negative Auswirkungen hatte.

  1. Online gehen

Für die Posts auf Facebook oder meinem Blog erstelle ich Collagen, ebenso eine extra für Dawanda, da hier andere Bildgrößen zugelassen sind. Zuerst stelle ich die Datei bei Dawanda online, bedeutet: Preisfindung muss stimmen, Artikelbeschreibung muss her, passende Wiederrufsformulierungen für digitale Artikel braucht man, Fotos werden eingebunden, ein Fetch-it-Link wird erstellt (erleichtert das sofortige Herunterladen der Datei), Verkaufsprovision wird bejaht und dann ist es da: das neue Ebook.

  1. Werbung machen

Dawanda ist ja bekanntlich ein schwarzes Loch, Artikel rutschen schnell nach hinten, also müssen die potentiellen Käufer informiert werden. Mit den Collagen von Punkt 10 poste ich z.B. auf Facebook gern den Link zu Dawanda. Ein Blogartikel macht auch Sinn, diesen kann man dann wiederum mit anderen Blogposts verbinden, bzw. bei Linkpartys einbinden.

Ich hoffe, dass dies einen guten Überblick geben konnte, was dazu gehört, ein Ebook zu erstellen. Fragen, Anregungen etc. nehme ich wie immer gern entgegen: berlinerie@gmx.de

Eure Lena