Neue Stöffchen

Ach ist das schön. Heute kam ein gaaanz großes Paket an. Mit Stoff. Muss man noch mehr sagen? 😉

Naja, ich sag vielleicht doch noch ein bisschen was. Es ist ja so, dass ich mittlerweile „meine“ Postboten mal persönlich kennenlernen durfte, da ich ja von zu Hause aus arbeite. So bin ich also auch das ein oder andere Mal anwesend, wenn Pakete geliefert werden. Nur HEUTE natürlich nicht, wo doch endlich das sehnsüchtig erwartete Stoffpaket ankam. Mensch. Da ist man EINMAL weg. Als ich den Abholzettel an der Tür flattern sah, wollte sich gerade schon die Wut breit machen. Schließlich habe ich schon so einiges, wirklich einiges mit DHL und anderen Freunden aus der Paketzulieferungsbranche erleben müssen. Kilometermärsche. Durch den Schnee. Ohne Schuhe und so. Na jedenfalls konnte ich doch schnell wieder aufatmen, da der heutige Postbote so umsichtig war, das Riesenpaket zu meinem Nachbarn in dessen Bilderrahmung zu geben. Eine Tür weiter, das ist zu schaffen, war mein Gedanke. Nett, wie immer, wurde ich im Ladengeschäft empfangen. Doch kaum war ich eingetreten, schaute der Inhaber ungläubig auf das Paket, er schien sich zu fragen, wie ich dieses zu mir schaffen wollte. Er hob es an und ließ es sofort wieder fallen. Zu schwer. Ich plante schon, das Paket einfach vor Ort zu öffnen und, trotz fiesen Regens, die Stoffe einzeln zu mir zu tragen, als er mir seine Hilfe anbot. Das fand ich ganz schön nett, ging er doch dank Gang zu meinem Wohnhaus und Erklimmung von zwei Stockwerken offensichtlich an seine körperlichen Grenzen. Gefühlt waren das wirklich 50 Kilo. Den armen Nachbarn mit ein bisschen Kuchen versehen, schloß ich zufrieden die Wohnungstür und tadaaa:

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Rennstrecke auf türkis oder blau
Rennstrecke auf türkis oder blau

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Ringeljerseys
Ringeljerseys

Jetzt wandert noch alles nach und nach in den Shop- ich freu mich über nette Kunden und auf eine tolle Nähzeit mit meinen neuen Lieblingen 🙂

Ein Portemonnaie für mich und jedermann

Auf meiner Facebook Seite habe ich es schon geschafft ein Foto zu posten, jetzt endlich komme ich auch dazu etwas ausführlicher darüber zu schreiben: Das Portmonnaie nach dem Schnittmuster „Reini“

Auf dem Blog mrs. de-elfjes von Laura Bauer gibt es das Schnittmuster für eine interessante „Bezahlart“: nach einem Like für sie bei Facebook oder Twitter, erfolgt der kostenlose Download.

Die Anleitung an sich fand ich super beschrieben, es gab keine Verständnisprobleme. Mich hat einzig nur gewundert, dass Laura vorsieht, auf die Stoffvorder und- Rückseite des Portemonnaies Vlieseline aufzubügeln, um die Stoffe zu verstärken. Gut, ich habe auch mich nicht ganz genau an ihre Materialangaben gehalten, sondern einfach immerhin das dünnste genommen ( ich glaub es war H620) was ich hier hatte, aber durch die beidseitige Verstärkung ist das Portmonee an sich schon sehr, sehr dick. Man kann das Portmonee am Ende unterschiedlich verschließen. Zum Beispiel durch Kam Snaps, Klettverschluss oder eine Lasche mit Kam Snaps, wofür ich mich entschieden habe. Die Länge der Lasche ist im Schnittmuster auch vorgegeben. Leider zu lang, vor allem so lang, dass die Lasche am Ende auf der Rückseite des Portemonnaies verschlossen hätte werden müssen, was ich fürs spätere Handling komisch/ unpraktisch fand. Leider hatte ich bis hierhin schon alles ganz brav nach Anleitung genäht. Dies hieß für mich: noch mal Auftrennen, versuchen eine Seite der Vlieseline komplett abzuziehen, was ein Gewaltakte war, und die Lasche noch mal heraus trennen und kürzen. Trotz dieser kleinen Hindernisse finde ich das Schnittmuster empfehlenswert und auch anfängertauglich, weil gut beschrieben. Ich finde mein Endresultat kann sich sehen lassen, ich mag es jetzt schon!

Zur Stoffauswahl: außen ein USA Designerstoff von Stoffwelten, innen habe ich eine alten Krankenhauskittel verwertet.

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Selfmade-Waschlappen-Kollektion, Mini-Tutorial

Bisher habe ich doch meist langweilige, einfarbige Waschlappen gesehen. Da fiel mir ein, dass man sich doch, dank Nähmaschine, einfach eine kleine Kollektion entwerfen kann. Ich zeige euch wies geht, viel Spaß beim Nachmachen. P.S. Auch ne schöne Geschenkidee 🙂

Ihr braucht: Waschlappen (meiner kommt aus einem großen Kaufhaus für 1,30€), Webband, Stecknadel, Nähmaschine

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Öffnet die Seitennaht des Wadchlappens und zwar so groß, dass euer Webband in das Loch passt.

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Jetzt das schwierigste: Das Webband aussuchen 😉 Ich habe mich für die „Grrr“-Serie aus der Eigenprodunktion von Stoffwelten entschieden.

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Den Waschlappen wenden, sodass euch das innere ansieht. So passt er besser unter den Nähfuß, bzw. das Nähen ist leichter. Das Webband in die Öffnung schieben, etwas überstehen lassen. Feststecken, damit nichts verrutscht.

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Den Waschlappen unter den Nähfuß schieben. Rechts ist jetzt nach innen gestülpt. Um das Webband gerade anzunähen, habe ich mich an den 3 Baumwollrippen orientiert und das Webband ca 1,5 cm davon entfernt angenäht. Es empfielt sich, immer ein kleines bischen zu nähen, dann das Webband wieder ausrichten. So müsst ihr dieses nicht komplett feststecken.

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Jetzt nur noch die Öffung für das Webband wieder schließen, Waschlappen wenden und schon kann gebadet werden 🙂

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Hier ein Exemplar für Mama und eins fürs Söhnchen.

Bald kommen neue Stoffe!!!!

Auf meiner FB-Seite habe ich schon eine Umfrage gestartet, jetzt auch hier:

Liebe Leute, jetzt brauche ich mal ganz dringend eure Hilfe: Ich darf mir aus diesen wundervollen Stoffen 4 Ballen aussuchen! Die Qual der Wahl..ich find alle toll. Welche findet ihr am Besten? Sie werden bestimmt auch in meinen Shop wandern, also ist mir eure Meinung natürlich wichtig! Wenn die Auswahl nur nicht sooo groß wäre Ich danke euch für euer Feedback!!! Alles ist Bio-Baumwolle.

 

Marine-Kollektion:

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Ipanema, schön retro-bunt:

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schön, aber vielleicht momantan etwas zu herbstlich?

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Der Rest vom Fest:

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Ich danke euch schonmal vorab!

 

Gewinnspiel von Räuberhummel

Da hat sich doch was sehr praktisches aufgetan: Ein Gewinnspiel von Räuberhummel, bei dem man Nadelkissen gewinnen kann. Das ist besonders gut für mich denn: ich habe gefühlt 1000 Nadeln, aber nur ein Kissen. Also mussten im Eifer des Gefechts bisher schon so einige Sofakissen, oder gar das Sofa selbst, ein paar Nadeln mal eben kurz aufnehmen. Bislang habe ich alle auch wieder einsammeln können, doch schon oft musste ich mich, da ich dank Kind ja meist spät abends nähe, mit allen Mitteln der Kunst dazu erinnern. Hinzu kommt, dass ich natürlich schon selbst auf die Idee gekommen bin, mir ein Kissen zu nähen, aber dann ist da ja noch der Alltag und all die anderen Projekte, die bisher irgendwie immer wichtiger waren. Wem es hier ähnlich geht und auch ein Nadelkissen gewinnen möchte, der kann hier mal schauen.

Windeltasche to go

Ach das macht Spaß Tutorials zu machen! Also gleich noch eins: Eine Windeltasche. Jeder kennt diese schrankgroßen Wickeltaschen, die manche sich erst einmal kaufen, nur um dann zu merken, dass man damit immer viel zu viel mit sich herumschleppt. Und andere vermissen ganz einfach ihre schicke Handtasche von früher. Jetzt könnt ihr euch eine super praktische Windeltasche nähen, die auch in die Handtasche von früher passt. So habt ihr immer Windeln, Feuchttücher und Cremes dabei und das noch hübsch verpackt!

Ihr braucht: Stoffschere, Lineal, Nähmaschine, Vlieseline, Stoffe

1x Außenstoff und 1x Innenstoff: 28×38 cm

Vlieseline (bei mir H630): 28×38 cm

Gummiband/kordel: ca 35 cm lang

Innentasche(/-laschen): 2x 28×28 cm

aufgesetzte Innentasche: 12x 28 cm (Nahtzugabe inkl.)

Ich habe mich für Herzenbaumwollstoff entschieden, einmal in türkis und dunkelblau. Natürlich kann man auch mehrere Stoffe nehmen oder Webband oder Zackenlitze zur Deko verwenden. Der Einfachheit halber habe ich das ausgemessene Innenteil auf den Außenstoff gelegt und rundherum ausgeschnitten, so spart man sich das mehrfache Ausmessen.

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So sollten dann die Teile aussehen, die ihr benötigt. Bei mir war der Stoff recht knitterig, deswegen empfiehlt sich vor der Weiterverarbeitung alles glatt zu bügeln.

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Ich habe als Deko einfach etwas vom türkisen Innenstoff auf das Außenteil genäht. Wenn ihr wie ich ein Motiv habt, das ein „Oben und Unten“ besitzt, achtet auch immer auf die Ausrichtung. Ich habe den Türkisen Steifen 8 cm vom rechten Rand aufgenäht. Auf die linke Seite des Außenstoffes nun die Vlieseline aufbügeln!

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Halbe Füßchenbreite fand ich ganz schön, ist aber kein Muss.

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Das Gummiband oder Kordel auf das Außenteil nähen. Mein Gummiband war leider sehr dehnbar, also habe ich es gedeht festgenäht, nicht, dass es nachher schlabbert. Ruhig über Das Gummi ein paar Mal hin- und hernähen. Entscheidet euch vorher für die Position des Gummis. Ich hatte leider nur „hässlich weiß“ zu Hause. Also habe ich das Gummi an das vordere Teil genäht, da wo auch mein Ziersteifen in türkis ist. Später werdet ihr sehen, dass so das Gummi nach hinten gezogen wird, um die Tasche zu schließen und auf der Rückseite ist. Wenn ihr ein schöneres Band habt, dann näht gern das Gummi auf die rechte hälfte der Windeltasche.

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Die aufgesetzte Innentasche habe ich als doppelte Tasche genäht: Die kurzen Ränder umgebügelt und festgesteppt, dann rechts auf rechts zur Hälfte gelegt und festgesteppt, dann gewendet.

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Die Innentasche dann auf einen der Seitenflügel nähen. Es empfiehlt sich, dafür den Flügel nocheinmal auseinander zu klappen, damit die Innennaht später nicht sichtbar ist.

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Hier sieht man nun, was ich mit doppelter Tasche meinte. Wer das so nicht nachmachen möchte kann natürlich auch nur eine Stoffschicht aufnähen, sodass nur eine aufgesetzte Tasche entsteht.

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Nun die Seitenlaschen auf den Innenstoff legen. Der Bruch zeigt nach Innen, die offenen Enden nach außen.

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Darüber dann den Außenstoff rechts auf rechts legen. Die Vlieseline sollte euch nun „ansehen“.

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Rundherum festnähen, eine Wendeöffnung offen lassen. Meine ist ca 11 cm lang, das fand ich noch ganz angenehm fürs leichte Wenden. Am Besten die Wendenaht in der Mitte der längeren Seite positionieren.

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Dann alles wenden und bitte keinen Schreck bekommen, wenn es so aussieht. Nein, ihr habt nichts falsch gemacht, müsst nur die Seitenlaschen noch einmal nach Innen stülpen, sodass sie über den türkisen Innenstoff sind.

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Fertig gewendet und nun die Wendenaht per Hand mit dem Matratzenstich oder einfach oben drüber mit der Nähmaschinennaht schließen.

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Gefüllte Tasche im offenen Zustand

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Und im geschlossenen Zustand. Hier seht ihr jetzt nochmal, dass das Gummiband vorne nicht sichtbar ist, da ich es über die Rückseite gezogen habe.

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Ich wünsche euch ganz viel Spaß beim Nachnähen, freue mich über Feedback und vielleicht auch ein Foto von euren kreativen Werken?

Tatüta- Die Taschentüchertasche

So, die Schnupfenzeit ist noch voll im Gange und ich fand es schwierig eine gute Anleitung für ein Tatüta im Internet zu finden. Es gibt zwar schon ein paar, jedoch habe ich bisher keine gefunden, in der verständlich erklärt wird, wie man die Ecken in 3-D näht. Ich hoffe ich kann dieses Mysterium nun lüften. Viel Spaß beim Nachmachen und ich freue mich immer über Feedback, ob meine Anleitung nun verständlich ist 🙂

Ihr braucht: Stoffschere, Maßband, 2 Stücke Stoff 17×15 cm groß (keine Nahtzugabe mehr nötig), Markierstift, Nähmaschine, wenn gewünscht Webband, Zackenlitze oder etwas anderes zum dekorieren.

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1. Macht euch am besten eine Vorlage (kann man ja später immer nochmal gebrauchen), meine ist hier aus einfachem Butterbrotpapier. Diese auf die Rechte Stoffseite legen und nachzeichnen, dann ausschneiden. Das ganze 2x, man kann sich natürlich auch zwei verschiedene Stoffe aussuchen.

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Die Beiden Stoffe rechts auf rechts aufeinanderlegen und die kurzen Seiten zusammen nähen.

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Nähfüßchenbreite, also ca. 1 cm breit vom Rand entfernt mit einfachen Geradstich zusammennähen.

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So sollte euer Stück dann auch aussehen, innen ist die rechte, also die schöne Stoffseite. Jetzt müsst ihr euer Tatüta einmal wenden und etwas bügeln, das erleichtert die Weiterverarbeitung.

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An die kurzen, zusammengenähten Seiten habe ich nun noch ein Webband festgenäht. Ich habe noch darauf geachtet, das das Motiv, also die Pilzfüße auf beiden Seiten zur gleichen Richtung zeigen.

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Jetzt klappt ihr die kurzen Seiten nach innen. Ihr könnt vorher ausmessen, wo ungefährt die Mitte des Stoffes ist, dort sollte dann der Schlitz sein, aus dem später die Taschentücher kommen. Am Besten dann die offenen Enden mit Stecknadeln fixieren. Wer mag, kann an einer offenen Seite vorher noch ein Webband einlegen, das später als kleiner Henkel dient. Ihr legt das Stück Webband doppelt und dann nach innen in das Tatüta. Die offenen Enden des Webbandes kommen mit in die Naht, also da wo bei mir im Bild die schwarze Stecknadel steckt. Besonders an dieser Stelle ruhig ein paar Mal hin und hernähen, es soll ja später gut halten.

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Jetzt das ganze wenden, es sollte nun so aussehen. Schon ganz schick, aber noch flach.

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Jetzt die Königsdisziplin: Die Außenseite (bei mir mit Webband) ist nach innen gewendet. Die Ecken werden so gefaltet, dass ein rechter Winkel entsteht, die Webbandnaht steht im rechten Winkel zur Naht an den offenen Seiten. Man kann den rechten Winkel gut mit einer Postkarte, Visitenkarte oder ähnlichem nachprüfen, wenn kein Geodreieck zur Hand ist. Feststecken und mit dem Maßband die Stelle messen, an der der Stoff 2 cm Breit ist, dorthin kommt eine Naht, diese gut verriegeln. Das ganze macht ihr an allen vier Ecken. Zur Kontrolle kann man schonmal wenden und sich das Resultat ansehen, zur Not nochmal nachnähen. Den Überschuss an den Ecken abschneiden, dann passen die Taschentücher später optimal in das Tatüta.

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Gewendet zur Kontrolle: Die Nähte sind an beiden Seiten ungefähr gleich lang. Der Webband-Henkel hängt nach außen.

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Hier ist nun das gefüllte Tatüta. War doch eigentlich ganz leicht, oder?