Letzte Nähaktion für dieses Jahr

Schon der Abend des 22.12.13. Weihnachten rückt immer näher und ich konnte die etwas ruhigeren Tage auch nähtechnisch nutzen. Im Adventskalender des „alles-fuer-selbermacher“-Blogs Pech&Schwefel gab es eine tolle Anleitung für ein Sweatshirt zum Selbernähen. Diese hat mir super helfen können. Die Tasche an der Seite habe ich mir selbst ausgedacht, ich wollte unbedingt den süßen Fuchsstoff verwerten. Der selbige auch im innern der Kapuze. Dort war Improvisation gefragt, da ich aufgrund des hohen Preises von 22,50€/m nur 30cm genommen hatte, das zu vernähende Stück aber länger war. Dies konnte ich mit schwarzem Jersey gut ausgleichen. Leider hat meine Overlock-Maschine bei zwei Lagen Sweat und zwei Lagen dickem Bündchenstoff kapituliert und ich musste einige Zeit damit verwenden, alles,soweit möglich, auseinander zu nehmen. Zum Glück gibt es so tolle Facebook-Gruppen wie “ Nähen für Jungs“, in der ich von meinem Dilemma berichten konnte und gleich Hilfe bekam. So habe ich nun dann doch das letzte Nähprojekt für dieses Jahr geschafft. Jetzt werden sämtliche Nähmaschinen ausgeschaltet und ich widme mich meinem Feierabend!

20131222-210813.jpg

Shirt zum 1. Geburtstag

Nachdem die Weihnachtsgeschenke nun endlich alle fertig sind, konnte ich mich dem lange geplanten Geburtstags T-Shirt für den Sohnemann hingeben. Beim Blick über mein mittlerweile beachtlich bestücktes Stoffregal fiel die Entscheidung schnell auf den türkis-schwarz geringelten Jerseystoff vom holländischen Stoffmarkt aus Potsdam. Passend dazu die kleinen Affen 🙂 Affen sind ein gutes Motiv für den ersten Geburtstag (finde ich), sind sie doch eine Darstellung der voranschreitenden Weiterentwicklung des Babys hin zu einem immer selbstständigerem Kind.

Die Applikation habe ich selbst entworfen, gefällt euch der kleine Affen-Ballon? 😉

Eine erste Anprobe hat mittlerweile stattgefunden natürlich mit geschlossenen Augen seitens des Kleinen, alias bald „Großen“.

Der Schnitt ist der „Rascal“-Schnitt aus der Ottobre 4/13, Größe 110.

Ärmel noch gekrempelt, da die Originallänge momentan zu lang ist
Ärmel noch gekrempelt, da die Originallänge momentan zu lang ist

Foto 2-4

Foto 1-5

Rettungsaktion Cordhose

20131219-181202.jpg

Seit Wochen lag sie herum, heute habe ich mir endlich mal die Zeit genommen, eine an sich sehr schöne Cordhose zu retten. Ich hatte sie damals umsonst auf einem Flohmarkt bekommen, da im Bund dieser Hose ein geradezu pulverisiertes Gummiband schlummerte, das sich jeglicher Haltefunktion entsagt hatte. Somit war die Hose für die ursprüngliche Besitzerin unbrauchbar. In mir sprang sofort das Rettersyndrom an, „die bekomm ich wieder hin“, dachte ich mir. Dank doppelt- und dreifacher Steppnähte war Plan A ( neues Gummi einsetzen) schnell hinfällig. Also Plan B ertüftelt, der beinhaltete, ein neues Bündchen einzusetzen und die originalen Gürtelschlaufen zu erhalten. Meinem Sohn passt die Hose nun wie angegossen. Besonders gut finde ich die komplette Fütterung mit kariertem Flanell, da kann die Kälte doch jetzt kommen!

20131219-181255.jpg

20131219-181306.jpg

10 things about…XMAS

Heute habe ich zum ersten Mal etwas auf dem Blog von Pamelopee verlinkt, ihre Linkpartys findet ihr hier: http://pamelopee.blogspot.de

Dabei stieß ich auf eine kleine Verlinkungs-Aktion zum Thema Weihnachten. Also möchte ich euch nun nicht meine Antworten auf die Fragen verheimlichen 😉

1. Weihnachtsmuffel oder Weihnachtsknuffel? – Welcher Typ bist du?

Absoluter Weihnachtsfreak! Wenns nach mir ginge, würde ich in einem amerikanischen Weihnachtskitschtraum leben: Es können nicht genug Lichterketten, Glitzerkugeln und Plätzchen sein. Alleine Zimtsterne machen doch einfach glücklich! Oder Kakao mit Marshmallows….oder Chrisstollen mit Butter…oder….ach…da sind ja noch weitere Fragen 😉

2. Wie weit steckst du schon in den Vorbereitungen für’s Fest?

Ich stecke zum Glück gar nicht mehr drin, bis auf eine kleine Internetbestellung ist ALLES fertig! 🙂

3. Hast du einen eigenen Adventskalender?

Klar, ich bekomme jedes Jahr einen von meiner Mutter und wie man ja hier lesen kann/konnte habe ich dieses Jahr ihr auch einen selbst genäht.

4. Oh, Tannenbaum! Getopft, geschlagen oder künstlich? – Wie kommt er bei dir daher?

Am Liebsten frisch geschlagen, der Duft ist doch einfach herrlich. Dieses Jahr muss ich leider verzichten, es ist mir einfach zu unsicher mit Krabbelkind zu Hause.

5. Gekauft oder selbst gemacht? – Worüber dürfen sich deine Lieben in diesem Jahr so freuen?

Da ich ja das Nähen entdeckt habe, natürlich selbst gemacht. Wenn die Sachen ausgepackt sind, werde ich hier berichten.

6. Und was wünschst du dir? (Abgesehen vom Weltfrieden!)

Nähutensilien, Stoff… ich wurde schon ausgeschimpft ich solle mir doch was „ordentliches“ wünschen. Ich finde aber Nähdinge außerordentlich gut 🙂

7. Wie sieht ein ganz normaler Heiligabend bei dir aus?

Total traditionell: Tagsüber spazieren gehen, um 18 Uhr in die Kirche, danach essen (Braten mit Rosenkohl, Rotkohl, Spätzle oder Knödeln), dann Bescherung. Danach noch zusammensitzen, Geschenke ausprobieren und Schnaps gegen den fetten Braten trinken.

8. Gibt es einen Traditions-Weihnachtsschmuck in deiner Familie?

Ja, eine Glasglocke. Obwohl erwachsen müssen meine Schwester und ich in der Küche warten, bis sie klingelt. Erst dann dürfen wir ins Wohnzimmer zum leuchtenden Baum.

9. Laut erklingen Jubellieder! – Dein ♥-Weihnachtssong:

Jedes Jahr das selbe: Mein Vater drückt jedem Liedtexte in die Hand…die CD wird angeworfen und wir stammeln dazu mit. Dann die empörte Predigt, dass wir endlich mal richtig Lieder können müssten, dann darf aber trotzdem beschert werden.

10. Was möchtest du sonst noch so über (dein) Weihnachten erzählen?

Dieses Jahr mal ganz neu: Weihnachten mit der Schwiegerfamilie in Berlin. Habe schon vom Traditionsessen „Karpfen mit Lebkuchensauce“ gehört. Ich bin gespannt.

Wimpelkette als Gebutstagsgeschenk

Meine erste Wimpelkette! Schließlich hat der Sohn ja bald Geburtstag! Schnitt habe ich selbst erstellt, ebenso das Webband. Die Buchstaben sind der Einfachheit halber aufgebügelt. Auf die freien Wimpel könnte ich noch die Geburtstags-Zahl befestigen, wie weiß ich noch nicht ganz genau, praktisch wäre etwas, was man auch wieder abnehmen kann. So könnte ich die Kette dann nächstes Jahr mit den weiteren Zahlen bestücken. Jetzt wird erst einmal weiter an dem Geburtstags-T-Shirt gebastelt 🙂

20131213-182625.jpg

20131213-182640.jpg

Pantomimekurs bei Jörg Brennecke

„Das Unsichtbare durch das Sichtbare (Spieler) sichtbar machen“ – Jörg Brennecke

Berlin hat ja einige Besonderheiten zu bieten. Dass es hier auch ein Ausbildungszentrum für Mime und Pantomime gibt, fand ich dann aber doch sehr besonders. Kurse, wie den von mir belegten, können Interessierte auf der Seite des Zentrums (http://www.brennecke-pantomime.de/index.html) oder über die Volkshochschule (http://www.vhsit.berlin.de/VHSKURSE/BusinessPages/CourseSearch.aspx) zu buchen.

Leider kam ich gleich am ersten Tag etwas zu spät, sodass ich die Vorstellungsrunde der 15 Mann starken Gruppe verpasste. Erst später erfuhr ich dank der einstündigen Mittagspause, was das für Menschen sind, die sich zu einem Pantomimekurs anmelden. Da waren also Studierende (Fremdsprachenkorrespondenz, Lehramt, Ingenieurswissenschaften), Schüler ( zwei Jugendliche von unterschiedlichen Waldorfschulen kommend und ein Auszubildender der Pantomimeschule), ein Artist (der die Gruppe mit seinen Ballettsprüngen zu beeindrucken wusste), eine Lehrerin für Deutsch als Fremdsprache und meine Wenigkeit als Improspielerin.

Jörg leitete sehr wohlwollend, aber streng durch die zwei Tage. Das Programm war in mehreren Stufen aufgebaut: Körperarbeit zur Grunsteinlegung und zum Einstieg, Pantomimehandwerk anhand einiger Beispiele, (Bühnen-)Raumbearbeitung und zum Schluss szenische Arbeit. Durch seine wertschätzende und konsequente Art (gern wurden Übungen wiederholt, bis das gewünschte Ergebnis zu sehen war) schaffte er es, jeden einzelnen der Gruppe zum Leuchten zu bringen.

Aus dem Imrotheater kommend, waren die Unterschiede Impro vs.Pantomime sehr interessant: Szenen ohne Sprache zu spielen, den Fokus auf Bewegungen legen, jede Bewegung langsam, fast zeitlupenartig auszukosten. Auch die Art der Bewegung war unterschiedlich. Darf beim Impro gezeigt werden, wie man sich ganz normal bewegt (z.B. Rennen), wird die Bewegung in der Pantomime vom normalen Standard für die Bühne transformiert. Das Rennen wird hier Übertrieben und in Zeitlupe gezeigt, die Arme nach vorn, die Beine hoch nach hinten geworfen. Weiteres Beispiel: Gehen zu einem entfernten Ort. Im Impro wird eben gegangen, auf der Stelle, um zu Zeigen, dass eine Person eine weite Strecke zurücklegt. In der Pantomime bewegt die Person sich auf jeden Fall auch auf einem Fleck, allerdings in Slow-Motion und in einer Art Auf-der-Stelle-Moonwalk („marche sur place“). Dazu werden die Arme angewinkelt bewegt, ähnlich wie man einen Wanderer mit Wanderstöcken zeigen würde.

Ebenso sollte ein guter Pantomime, schon in den ersten Sekunden seiner Szene unmissverständlich klarmachen, was für einen Gegenstand er gerade nutzt (z.B. Ball), wohingegen im Impro auch die Möglichkeit besteht, das Objekt gemeinsam zu definieren und dieses auch wandelbar zu gestalten. Die Aussage hierzu: „Das Publikum will nicht raten, was man in der Hand hat.“ Hierzu gab es den theoretischen Hintergrund, dass „kein Objekt an sich sofort erkennbar ist, sondern es erst wird, wenn es in eine typische Handlung eingebunden wird.“

Ich freu mich schon darauf, meine Erkenntnisse meiner Improgruppe weiterzugeben und kann mir gut vorstellen, nochmal einen Pantomimekurs zu besuchen.