Hülle fürs U-Untersuchungsheft nähen

Ein Schwangerschaftsgeschenk sollte her, was also liegt da näher, als eine schöne, personalisierte Hülle für das U-Untersuchungsheft zu nähen? Nichts! Also zeige ich euch hier meinen grandiosen (Miß-)Erfolg.

Eine für blutige Anfänger gut verständliche Videoanleitung ließ sich hier finden:

Der Stoff war auch schnell ausgewählt, schließlich musste es halbwegs unisex sein (und ich besitze doch eher „Jungsstoffe“), da ich das Geschlecht des Kindes nicht wusste. Des weiteren entschied ich mich für einen leicht glänzenden, gelben Stoff, da gelb eine Rolle im Leben der Beschenkten spielt.

Zuschneiden

DinA4-Blatt als Schnittmuster
DinA4-Blatt als Schnittmuster

Dies gestaltete sich als etwas schwierig, da ich hörte, dass jedes Heft ein wenig unterschiedlich groß sein kann, also hielt ich mich zunächst an die Angaben im Video. Ich nahm ein normales DinA4-Blatt und zeichnete den Umriss mit einem Textmarker auf beide Baumwollstoffe auf (zuzüglich 2,5cm an den kurzen, 1cm an der langen Blattseite), dazu schnitt ich noch eine Lasche von 6 cm Länge und 4cm Breite aus dem gepunktetem Außenstoff zu. Um die Größe des Zuschnitts zu ermitteln, sollte man die Dicke des Heftes im zusammengeklappten Zustand messen und diesen Wert zur Nahtzugabe hinzugeben (so kam ich bei mir auf 2,5 cm).

Zuschnitt

Die Beiden Stoffe wurden zusammengepinnt und mit Hilfe eines Frühstückbrettes, was mir als Schnitthilfe dient, sowie eines Rollschneiders, zugeschnitten.

Ich bewege mich nun an dieser Stelle schneller durch meine Dokumentation. Wie oben schon genannt hatte ich von (Miß)-Erfolgen berichtet, mein erster eben gezeigter Versuch war der misslungene. Ich möchte euch auch zeigen, warum:

unsaubere Naht

Was ich nicht gut gemacht habe:

– ein leicht seidiger Stoff mit einem herben Baumwollstoff zu kombinieren, war keine gute Idee (alles verzog sich)

– nicht im Bild zu sehen: die Laschenstoffe hätte ich länger zuschneiden müssen, denn beim Umstülpen der Hülle, fielen mir diese fast entgegen

– vorher hatte ich noch nie einen normalen Gradstich gemacht, den obigen dann im Halbdunkeln im müden Zustand, dementsprechend sieht er auch aus

-ich habe komplett vergessen, die Enden zu vernähen

-und zu guter Letzt zeigte sich, dass meine Berechnung in der Höhe viel zu knapp bemessen war, in der Breite zu lang. Das Heft passte nicht in die Hülle 😦

Neuer Versuch

Vor Frust vertagte ich die Aktion auf den nächsten Tag und kaufte noch schnell vorher einen, von der Beschaffenheit passenden, gelben Baumwollstoff.

Vorneweg: Wieder habe ich Dinge verkehrt gemacht, sodass ich mir dank des Heftumschlags nun doch geschworen habe, endlich mal einen Nähkurs zu besuchen. Der zweite Versuch ist dann dank besserer Vermessung, ordentlicheren Nähten und mehr Genauigkeit meinerseits, DOCH NOCH gelungen 🙂

Püntchenstoff Rechts auf Rechts

Aud dem Bild sieht man nun, dass ich es hinbekommen habe, dass die Stoffe halbwegs orgendlich aufeinander liegen. Das die Laschenstoffe länger sind, war von mir wegen der schlechten „Zu-kurz-Erfahrungen“ so gewollt. Ich dachte mir, dass ich überstände ja immer noch abschneiden kann.

An der Längsseite unten sind die Markierungen für die 7cm lange, mittige Öffnung. Hier entlang wird nicht genäht, man braucht die Öffnung, um später den Heftumschlag auf die richtige Seite zu wenden.

Ich nähte also, langsam die Stoffe mit einem Gradstich zusammen, was mir diesmal definitiv besser gelang. Nur dann, am Ende sah ich DAS:

Überstand gelber Stoff

Das konnte doch nicht wahr sein. Ich habe besser vermessen und bei der Probe lagen beide Stoffe auch noch brav bündig aufeinander. Doch nach dem Nähen, gab es diesen Überstand seitens Gelb! Ich machte mir jedoch nicht solo viel daraus und entschied, dass ich diesen später abschneiden wollte.

Zur Zicherheit legte ich dann das Heft auf den Stoffumschlag, um zu prüfen, ob genug Platz war. Und war es das? NATÜRLICH NICHT! Ich war so niedergeschlagen, dass ich ernsthaft erwähnte, das Nähhobby lieber zu lassen.

Doch einen Spaziergang später packte es mich wieder, ich trennte mit einem Nahttrenner und Pinzette 3 der 4 Nähte wieder auf. Auf meiner Wanderschaft am Kanal entlang ging mir nämlich auf, dass ich nicht wieder falsch gemessen hatte, sondern, dass ich nicht miteinberechnet hatte, dass ich mir weniger Platz für die Nahtzugabe gelassen hatte.

Die geöffneten Seiten nähte ich also nochmals, ganz eng am Rand, diesmal aber mit einem Zickzackstich zusammen. Und siehe da, es war Platz für das Heft!

Applikation

Ebenfalls noch nie gemacht und doch wollte ich unbedingt ein gelbes Küken auf die Frontseite applizieren. Ich pauste mir eines von einer Postkarte ab und übertrug es auf den Stoff, sowie auf Stoffklebevlies (Das richtige Wort ist mir leider entfallen). Erst Vlies, dann Stoff übereinanderlegen, bügeln, fertig!

Zuschnitt Applikation
Zuschnitt Applikation
Vielleicht kann mir ja jemand sagen, wie diese Klebeeinlage heißt?
Vielleicht kann mir ja jemand sagen, wie diese Klebeeinlage heißt?
kurz vorm Bügeln
kurz vorm Bügeln

Wendeöffnung zunähen

Die noch offene Naht zum wenden musste nun noch bezwungen werden. Ich wollte nicht einfach mit der Nähmaschine darüber nähen, also schaute ich mir dieses tolle Lernvideo an:

Mein nicht allzu von Erfolgen verwöhntes Projekt, nahm nun doch noch ein gutes Ende, da das Nähen des Leiterstichs sofort klappte.

Nun könnt ihr euch noch das Resultat anschauen, fürs erste Mal doch ganz o.k., oder?

Untere Fransen noch ausbessern und dann: FERTIG!
Untere Fransen noch ausbessern und dann: FERTIG!

 

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